1983 – Rennsteigwanderung

Zeitraum 06. bis 10. Oktober 1983
Quartier Wanderhütten an der Grenzwiese, in Oberhof, Frauenwald,
Masserberg, Neuhaus am Rennweg
Teilnehmer Barbara T., Helga, Ilona, Karin, Martina, Brigitte mit Sohn + Freundin
Hans, Manfred, Ulli, Uthart, Stephan, Ralf
Region Thüringer Wald/Rennsteig
Touren
  1. Friedrichroda – Grenzwiese
  2. Grenzwiese – Ebertwiese
  3. Ebertwiese – Oberhof
  4. Oberhof – Frauenwald
  5. Frauenwald – Masserberg
  6. Masserberg – Neuhaus am Rennweg

rennsteig-logo.jpgEs war wie es war zu dieser Zeit in der DDR. Jemand hatte sich für eine organisierte Rennsteigwanderung beworben und diese auch wirklich erhalten.  Und zwar für 12 Personen. Also wurde unter Freunden und Bekannten herumgefragt, wer vom 05. bis 10. Oktober 1983 Zeit hatte, um an der Rennsteigtour teilzunehmen. Schnell waren 13 Leute gefunden und die Wanderung konnte beginnen. Das war der Anfang unserer gemeinsamen Wanderungen, die seither alljährlich im Oktober stattfinden.

Gestartet wurde am Mittwoch, dem 05. Oktober in Reinhardtsbrunn/Friedrichroda. Da nicht alle noch soviel Urlaub hatten, starteten 9 Leute nach der Zugfahrt am Bahnhof und liefen über die Tanzbuche hinauf zum Rennsteig bis zur Grenzwiese. Die dortigen Wanderhütten neben dem Parkplatz waren unser erstes Quartier. Die anderen sollten am Abend bzw. am nächsten Tag zu uns stoßen. Das Wetter war herbstlich, aber ideal zum Wandern. Die Strecke ist unspektakulär und wir erreichten das Tagesziel am frühen Nachmittag. Ulli und Ilona kamen am Abend an. Sie hatten an diesem Tag noch gearbeitet.

Am Donnerstagmorgen starteten wir nach dem Frühstück. Auf dem Rennsteig ging es vorbei am Heuberghaus, über den Spießberg, vorbei am Possenröder Kreuz hinüber zur Ebertwiese. In der dortigen Gaststätte kehrten wir nochmals ein, obwohl das Ziel nur noch 2 Kilometer entfernt war. Die Wanderhütten standen oberhalb der Ebertwiese in der Nähe des Bergsees. Am Abend trafen Karin und Stephan ein, die sich von einem Kollegen bis zum Nesselhof hatten fahren lassen. Den Rest waren sie gelaufen. Gemeinsam gingen wir zum Abendessen im Fereinobjekt der Deutschen Reichsbahn, das sich neben den Hütten befand.

Am 07. Oktober starteten wir bei Sonnenschein. Über den Sperrhügel bergauf ging es vorbei am Donnershauk in Richtung Oberhof. In der Baude am Grenzadler kehrten wir nochmals ein, bevor wir die letzten Kilometer bis zum Rondell und den Schutzhütten am Rennsteiggarten zurücklegten. Nachdem wir unser Quartier bezogen und geduscht hatten, besichtigten wir den Rennsteiggarten und liefen dann gemeinsam hinüber nach Oberhof. Abendessen gab es reichlich im Oberen Hof. Im Dunklen liefen wir am späten Abend zurück zu den Wanderhütten.

Am Samstag stand die Strecke nach Frauenwald auf dem Plan. Ilona hatte Knieschmerzen angemeldet und Karin Probleme mit ihren neuen (schweren) Wanderschuhen. Sie wollten mit dem Bus fahren, um ihre Schmerzen auszukurieren (Sie fuhren dann mit einem Taxi und duckten sich ab, als sie an uns Wanderern vorbei fuhren). Wir anderen starteten nach dem Frühstück und liefen über den großen Beerberg bis zur Schmücke, wo wir uns eine kurze Rast mit Verpflegung aus dem Rucksack gönnten. Danach ging es dem Rennsteig folgend hinunter bis zum Mordfleck und dann weiter, wieder ansteigend bis zum Bahnhof Rennsteig. Nun war es nicht mehr weit. Kurz vor Frauenwald gab es Kaffee und Kuchen, bevor wir am Nachmittag unser Quartier erreichten. Abendeseen gab es in einer Gaststätte im Ort.

Am 09. Oktober liefen wir über Allzunah, vorbei am Dreiherrnstein nach Neustadt am Rennsteig. Nachdem wir hier Mittag gegessen hatten liefen wir über Kahlert weiter hinüber nach Masserberg. Ein paar Kilometer vor dem Ort windet sich der Rennsteig noch einmal bergauf, beovr man auf der Höhe den Ort sehen kann und dann langsam bergab den Wanderer zum Ort führt. Die Wanderhütten waren schnell gefunden. Für Karin und Stephan war hier Schluss, sie fuhren mit dem Bus nach Suhl und dann mit dem Zug nach Eisenach. Die Anderen gingen zum Abendessen in das vorbestimmte Gasthaus, um sich vor der letzten Etappe nochmals zu stärken.

rucksack.jpgAm letzten Tag regenete es. Mit Regenumhängen oder in Plastikplanen gehüllt wanderten wir vorbei an der Rennsteigwarte, über Friedrichshöhe, vorbei am Dreistromstein und durch Limbach hinüber nach Neuhaus am Rennweg. Wegen des andauernden Regens hatten wir für die Natur nicht viel übrig und beeilten uns, ans Ziel zu kommen. In der Wanderhütten in Bernhardsthal wärmten wir uns auf und wechsleten die nasse Kleidung, bevor wir zum Bahnhof liefen, um zurück nach Eisenach zu fahren.

Rennsteigprofil

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