Mosel 2011

Zeitraum 30. September bis 04. Oktober 2011
Quartier Weingut Derkum
Ürzig an der Mosel
Teilnehmer Barbara M., Barbara T., Gisela, Helga, Ilona, Karin, Martina,

Horst, Manfred, Ulli, Uthart, Stephan
Region Mosel/Rheinland-Pfalz
Touren
  1. Rüdesheim, Niederwald-Denkmal
  2. Von Ürzig durch die Weinberge nach Kinheim und Erden
  3. Von Ürzig über den Moselhöhenweg nach Bernkastel-Kues
  4. Von Traben-Trarbach zu den Graacher Schanzen
  5. Auf den Idarkopf/Hunsrück

Vom Freitag 30.September 2011 bis Dienstag 04.Oktober 2011 waren wir unterwegs zu unserer diesjährigen Herbstwanderung. Ziel war das Weingut „Derkum“ in Ürzig an der Mosel. Treffpunkt und Ausgangspunkt war die Einfahrt zum Autohaus Schade in Eisenach. Die Wettervorschau für alle Tage war mehr als gut – ein stabiles Hoch über Mitteleuropa und Temperaturen um 25° C.

Pünktlich um 08:30 Uhr waren alle am Start. Über die Autobahn ging es, nach kurzer Rast in „Reinhardshain“, an den Rhein nach Rüdesheim. Nach dem Abstellen der Autos bummelten wir durch die Stadt hin zur Seilbahn. Über das Weinanbaugebiet ging es hinauf zum Niederwalddenkmal(das aber z.Z. eingehüllt war). Im „Rebenhaus“ gab es den ersten Federweißen und eine kleine Stärkung, bevor wir hinüber zum Plateau am Denkmal schlenderten, um das schöne Wetter und die herrliche Aussicht zu genießen. Nach der Talfahrt mit der Seilbahn mussten wir natürlich noch durch die Drosselgasse laufen. Danach ging es zurück zum Parkplatz, um unser Hauptziel, Ürzig an der Mosel, anzusteuern.

Bilder vom Freitag, 30.09.2011

mosel-2011_-026Das Navi im Auto leitete uns auf die Fähre über den Rhein hinüber nach Bingen. Weiter ging es über Autobahn und Bundestraßen in Richtung Mosel. In Traben-Trarbach sahen wir den Fluss zum ersten Mal, überquerten ihn über die Brücke in Wolf und erreichten ohne Probleme das Gästehaus „Derkum“. Hier wurden wir von der Mutter des Hauses, „Klärchen“ schon erwartet. Die Verteilung der Zimmer und das Ausräumen unserer Taschen ging sehr schnell und schon 15 Minuten später trafen wir uns zu einem Begrüßungs-Schoppen im „St. Maternus Keller“.

Da die Sonne noch schien und wir auch nicht gleich weiter trinken wollten, besichtigten wir den Ort und sichteten die ansässigen Gaststätten und Buschenschenken. Auch am Abend war es noch sehr mild und so wollten wir natürlich im Freien sitzen, was mit 12 Personen nicht so einfach ist. Letztendlich blieben wir gegen 18:30 Uhr im „Ürziger Wein- und Biergarten“ hängen, was sich in Bezug auf Essen, Trinken und Service als guter Griff erwies. Es war auch an den nächsten beiden Abenden unser Anlaufpunkt. Gegen 21:00 Uhr verließen wir das Lokal und trafen uns noch einmal im Aufenthaltsraum des Gästehauses, um die Wanderung des nächsten Tages zu besprechen.  Danach ging es an diesem Tag relativ früh ins Bett.

mosel-2011_-083Das Frühstück war am Samstag (und allen Tagen) für 08:00 Uhr festgelegt und es war umwerfend. Ein reich bestücktes Buffet mit allem, was das Herz begehrt. Auf den Tischen außer Kaffee und Orangensaft standen auch Flaschen mit Traubensaft, der vorzüglich schmeckte und den wir (an jedem Morgen) reichlich genossen. Um 09:00 Uhr begannen wir unsere Wanderung im Nebel, der über dem Tal hing. Zuerst im Ort aufwärts entlang der Straße. Nach der zweiten Spitzkehre ging es hinein in die Weinberge in Richtung Kinheim und Kröv. Wir liefen immer bergan und oben auf der Höhe lichtete sich der Nebel und die Sonne kam heraus. Bald erreichten wir den obersten Punkt des Kletterwegs „Erdener Treppchen“, dem wir abwärts bis zur nächsten Wegkreuzung folgten, um dann wieder durch die Weinberge zu wandern.

Weinbergwanderung nach Erden

 

Weinbergwanderung nach Erden - Höhenprofil

Oberhalb von Kinheim begannen wir unseren Abstieg ins Tal, überquerten dort die Mosel um am anderen Ufer, in Kindel, auf der Terrasse des „Hotel im Winkel“ die Sonne und ein gutes Mittagessen zu genießen. Nach zirka einer Stunde ging es weiter zur Hauptattraktion des Tages, dem Weinfest in Erden. Die Hauptstraße des Ortes war eine einzige Partymeile und Touristen aus allen Ländern Europas beim Weintrinken. Musikkapellen aus Deutschland und Holland sorgten für gute Stimmung. Nachdem wir einiges probiert, getrunken und gegessen hatten, ging es auf den Rückweg nach Ürzig. Leider ging es entlang der Straße (Radweg) an der Mosel und die Sonne hatte beim Untergehen noch jede Menge Kraft, so dass wir noch mächtig schwitzen mussten. Nach dem Duschen trafen wir uns um 19:00 Uhr wieder vor dem Gästehaus und steuerten wieder den „Ürziger Wein- und Biergarten“ an. Spät, als die Ersten zu frieren begannen, verließen wir das Lokal.

Bilder vom Samstag, 01.10.2011

mosel-2011_-162Am Sonntag war die Wanderung entlang der Mosel in die entgegengesetzte Richtung geplant. Noch im Nebel besichtigten wir den Gewürz- und Rosengarten in Ürzig, um danach durch die Weinberge aufzusteigen, vorbei am Geogarten, hinauf zum Moselhöhenweg. Diesem folgen wir nach einer Rast mit Ausblick auf Rachtig und Zeltingen und der Überquerung der B 50, zuerst durch den Wald bis zur Dreifaltigkeit, dann auf der Höhe durch Felder bis zum Cusanus Hofgut des Deutschen Roten Kreuzes. Da uns die Sonne mächtig zugesetzt hatte, beschlossen wir im dortigen Café einzukehren und uns zu stärken. Hinunter zur Dampferanlegestelle ging es dann im „Schweinsgalopp“.

In Bernkastel-Kues hatten wir genügend Zeit, da das nächste Schiff erst um 17:00 Uhr abfuhr. Also nutzte Jeder die Zeit, um sich das Ortszentrum etwas genauer anzuschauen. Eine halbe Stunde vor Abfahrt trafen wir uns am Schiff und nahmen unsere Plätze auf dem Oberdeck ein. Danach genossen wir bei herrlichem Wetter die Fahrt nach Ürzig. Uthart und Barbara fuhren weiter, um nochmals das Weinfest in Erden aufzusuchen. Sie feierten dort ihren Hochzeitstag. Wir anderen gingen direkt wieder in unser Stammlokal „Ürziger Wein- und Biergarten“.

Bilder vom Sonntag, 02.10.2011

mosel-2011_-208Am Montag mussten wir nach dem Frühstück unsere Autos bemühen. Wir fuhren nach Traben-Trarbach, landeten aber erst einmal in Wolf. Zum Glück hing in der Nähe des Parkplatzes eine Karte, so dass wir unseren Irrtum schnell bemerkten. Also wieder in die Autos und weiter zum Dampferanleger in Traben-Trarbach. Wir durchquerten zuerst Trarbach und stiegen durch die Weinberge auf. Ziel waren die Graacher Schanzen. Oben angekommen, informierten wir uns zuerst über den geplanten (unsinnigen) Autobahnbau über das Moseltal. Nach einer kurzen Rast liefen wir zu den Graacher Schanzen und wanderten entlang der von der Natur zurückeroberten Reste der Wehranlagen.

Anschließend liefen wir, vorbei am vorherigen Rastplatz, ca. einen Kilometer entlang der neu angelegten Baustraße. Dank der Tipps einiger Wanderer fanden wir den Wanderweg in Richtung Wildstein. Allerdings irrten wir erst einige Zeit im Wald umher, bevor wir den Abstieg nach Bad Wildstein und Trarbach fanden. In der Sonne und nur auf Asphalt war der Rückweg kein Genuss. Dafür war der Einzug in die erste am Weg liegende Buschenschenke des Weinhauses Caspari ein Glücksgriff. Essen, Trinken und Preise passten gut zueinander und die Strapazen des Weges waren vergessen.

Wanderung zu den Graacher Schanzen

 

Graacher Schanzen - Höhenprofil

Bevor wir nach Ürzig zurück fuhren, liefen wir über die Moselbrücke hinüber nach Traben und schossen noch ein paar Fotos. Anschließend fuhren wir zurück nach Ürzig, wo wir im Weinhaus „Derkum“ für den Abend eine Weinprobe bestellt hatten. Nach insgesamt sechs Sorten trockenen, halbtrockenen und feinherben Weinen, einem ausgezeichneten Abendessen und guter Unterhaltung durch Klärchen, ließen wir den Abend bei einigen weiteren Gläsern Wein ausklingen. Außerdem kauften wir einige diverse Flaschen für zu Hause.

Bilder vom Montag, 03.10.2011

mosel-2011_-236Für den Dienstag waren noch eine kleine Wanderung und anschließend die Rückfahrt geplant. Nach dem wiederum ausgezeichneten Frühstück wurde alles in den Autos verstaut und es ging los. Uthart und Barbara wollten ihren Sohn besuchen und verabschiedeten sich. Wir anderen fuhren hinauf in den Hunsrück nach Rhaunen. Über Stipshausen ging es weiter zum Wintersportcentrum am Idarkopf, wo wir die Autos parkten. Zu Fuß ging es dann zum Idarkopf und dort auf den 28 Meter hohen Aussichtsturm. Er bot einen ausgezeichneten Rundumblick auf den gesamten Hunsrück.

Bilder vom Dienstag, 04.10.2011

Nachdem wir bei den Autos zurück waren, fuhren wir hinunter ins Nahetal und nach einer Mittagspause in Bad Sobernheim über die Autobahn zurück nach Eisenach. Ein Stau bei der Pfefferhöhe kurz vor Alsfeld verzögerte unsere Ankunft um ca. eine Stunde. Gegen 18:00 Uhr waren alle wieder zu Hause.

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